Rezension: Erlebnispornographie, Mimi&Käthe

Samstag, 25. März 2017

Hinweis: In dieser Rezension geht es um Sex und Pornografie. 
Geht sicher das ihr mit diesen Themen gut umgehen könnt.

Basierend auf dem beliebten Internet-Blog mimiundkaethe.com, richtet sich Erlebnispornographie an alle, die neugierig sind, die wissen wollen, wie Sex und Porno funktionieren. Im Gegensatz zu vielen anderen sinnlich-flüsternden Aufklärern sind Mimi & Käthe zwei charmante Rampensäue, die der für viele fremde Welt der Pornographie das Unheimliche und Schmuddelige nehmen wollen. Mit Witz, einer großen Klappe und viel Humor.

Mimi & Käthe machen Pornographie gesellschaftsfähig.

- was ist eigentlich ein Cumshot und warum lieben ihn die Männer so?
- Kann ich einen Crempie auch in der Bäckerei bestellen?
- Wie fühlt sich der Keks beim Kekswichsen?
- Was macht die Klitoris in einer Damenkehle?
- Und was muss ich beachten, wenn ich einen Heimporno drehen möchte?

Wieder geht ein riesiges Dankeschön an die Verlagsgruppe Random House Bertelsmann und an den Penguin Verlag, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Ich möchte noch einmal betonen das es in dem folgenden Abschnitt um Pornografie und Sex handelt. Wenn ihr wisst das euch das Thema aufstoßen könntet, bitte ich euch die Rezension zu verlassen und sie euch nicht durchzulesen. Dankeschön.

Ich bin schon immer ein großer Fan von dem Thema Sex und Pornografie an sich. Es gibt kaum ein spannenderes Thema über das man sprechen kann, egal ob man sich gerade einen Tag oder 10 Jahre kennt. Man lernt den Menschen besser kennen, es sagt so viel über einen aus. Das Buch war also wie für mich gemacht.
Mimi&Käthe, den Blog, kannte ich schon realtiv lange. Ich habe ihn nie intensiv verfolgt, sondern habe immer mal wieder reingeschaut und rumgestöbert. Die Beiden waren einfach schon immer super sympathisch. All diese Faktoren haben dazu geführt das ich dieses Buch angefragt habe.

Fangen wir doch einfach mal mit dem ersten Eindruck, mit diesem wunderschönen Cover an.
Ist-das-nicht-wunderschön? Das Gestickte, in Verbindung mit dem Titel und den wunderschönen Rahmen mit den Bildern der Beiden darin. Ich glaube, tatsächlich, ich habe noch nie ein so schönes Cover, gerade nicht im Genre Beratung, gesehen. Gleichzeitig finde ich das Cover so aussagekräftig. Es passt richtig zu den Beiden. Man kann sich direkt vorstellen wie sie reden, wie sie handeln, wie sie sich bewegen. Es ist wie eine Täterbeschreibung. Man muss dem Opfer nur das Cover zeigen und es weiß sofort ob es der Täter war oder nicht. Also, alleine dafür gibt es so ein dickes Lob.
(Meine Mama fand das Cover übrigens auch richtig ansprechend und das ist eigentlich gar nicht ihr Gechmack, das muss also was heißen!)

Kommen wir zum Inhalt.. Jaja, der Inhalt. Im 21 Jahrhundert ist Sex und Pornographie ja immer noch ein Tabuthema. Warum eigentlich? Ist Sex, Masturbation und alles was dazu gehört nicht völlig normal? Schließlich tut es ja jeder Mann und jede Frau (ausgenommen die Asexuellen, versteht sich).

Die Begriffe und die meisten Themen in diesem Buch waren mit nicht unbekannt. Wie ich ja schon erwähnt habe, recherchiere und lese ich viel zu dem Thema, jede ganz offen darüber und das schon sehr lange. Aus dem Grund war mir vieles kein Fremdwort, wobei ich auch bei 3/4 Dingen wirklich froh war das sie erklärt wurden, weil ich es eben noch nicht kannte. Trotz des zahlreichen Vorwissens wurde es nicht langweilig. Die kleinen Geschichten aus Mimis Leben, ihr Humor und Art einfach freischnauze zu reden sind so sympathisch und so witzig teilweise, das man einfach weiter lesen muss. Was würde ich alles dafür tun mal mit Mimi einen Kaffee trinken zu gehen und mit ihr persönlich über das Thema zu reden?
Aber eigentlich ist das Buch mehr was für Frauen/Männer, die vielleicht eher schüchtern sind und nicht so genau wissen wohin mit sich. Die mehr ausprobieren wollen, dafür aber viel zu schüchtern sind oder für Frauen, dessen selbstbewusstsein im Keller ist.
Es wird nicht nur durchgehend auf dem Thema Sex rumgestochert, sondern es gibt auch kleine Einblicke "hinter die Kulissen" von Pornos, wo einem die Wahrheit vorgeführt wird und klar gemacht wird, das Pornos eigentlich nur "Drehbücher" und nichts mit der wirklichkeit zu tun hat.
Und es gibt die Kippenpausen nach jedem 'let's fuck' (Squirten? Bukakke, gehts da um kacke? BDSM). Das war übrigens wirklich sehr angenehm. So konnte das Sex-Thema etwas ruhe finden und man konnte sich mit anderen Themen beschäftigen, z.B welche Hobbys äußert man beim ersten date? Oder wie mache ich dem Partner klar das ich heute mal keinen Sex möchte? Wann werde ich Sexy? Und warum Männer gar keine Schweine sind.

Die Kippenpausen haben mir besonders gut gefallen. Wie ich schon gesagt habe weiß ich relativ viel über Sex und weiß auch Begriffe zuzuordnen. 
Die Kippenpausen haben mir viel gebracht. Zum einen lernt man die Sicht von Mimi kennen, die man vielleicht nicht immer teilt, aber sie öffnet einem auch immer die Augen und zeigt einem, das Frauen Selbstachtung brauchen. Das man nicht abhängig von einem Mann sein muss, um toll zu sein. Das man frei ist, das man nein sagen kann, wenn man das möchte und das Frauen umbedingt lernen müssen eine eigene Stimme zu haben und sich nicht beugen müssen, wenn sie das nicht wollen.

Mein Fazit zu dem Buch ist, das es eigentlich etwas für jeden ist der sich mit dem Thema Sex und Pornografie, was daran wahr ist und was nicht, auseinander setzen möchten. Was die einzelnen Begriffe bedeuten und wie man welche Sexpraktik am besten anwendet.
 Es ist ein kleiner Lebensratgeber für schüchterne und unsichere Frauen. Man lernt sich in diesen 320 Seiten ein Stück weit selbst kennen und lieben, man geht da mit einer ganz anderen Persönlichkeit raus, als man rein gegangen ist. Mimi ist wirklich ein Vorbild, die einem das Gefühl gibt das alle Menschen normal ist und gleichzeitig möchte man sich eine Scheibe von ihrem Mut und ihrem Selbstbewusstsein abschneiden. 


Rezension: Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat', Jürgen Todenhöfer

Dienstag, 7. März 2017

Vor seiner abenteuerlichen Reise in den "Islamischen Staat" führte Jürgen Todenhöfer mehrere Monate lang Gespräche mit deutschen Islamisten (Via Skype), die sich dem IS angeschlossen hatten. Sie enthüllten die unmenschlichen Absichten des sogenannten Kalifats, das einen weltweiten Gottesstaat errichten will und dabei auch vor Massenmord nicht zurückschreckt, selbst unten Muslimen. Im Dezember 2014 fuhr er dann als bislang einziger westlicher Journalist in Begleitung schwer bewaffneter Dschihadisten ins Zentrum des IS, nach Mossul.
Der Bestseller Inside IS beschreibt eindringlich seine dramatischen Erlebnisse.
Erst einmal ein ganz liebes Dankeschön an die Verlagsgruppe Random House Bertelsmann und an den Penguin Verlag, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Ich habe ein wenig gebraucht um das Buch sacken zu lassen und mit (halbwegs) klaren Gedanken diese Rezension verfassen zu können. Also möchte ich gleich zu Anfang sagen, das die Erlebnisse von Jürgen und seinem Sohn nicht leicht zu verdauen sind. Man fängt an nachzudenken und die Welt mit ganz anderen Augen zu sehen. Man braucht also eine gewisse Stärke und auf jeden Fall Interesse an dem Thema an sich.

Das Buch ist in etwa drei Teile geteilt: Die kurze Geschichtliche einordnung, die Skypegespräche und die Reise an sich. Das Buch an sich ist sehr schnell und gut lesbar, vorausgesetzt man interessiert sich für das Thema IS und warum sich deutsche Islamisten dazu entschieden haben.

Ich habe mich schon immer für das Thema IS interessiert und wollte schon immer wissen was Menschen dazu antreibt zum IS zu gehen, was man dabei fühlt und denkt. Ob es gewisse Gründe hat und wenn ja, welche das sein könnten.
Das Buch fängt mit der geschichtlichen Einordnung an. Ich bin dabei ehrlich, ich habe noch nie viel von Geschichte verstanden und kann mir das auch nie wirklich vorstellen, wenn ich nicht zufällig eine Landkarte oder sowas vor Augen habe. Demnach war der Anfang wirklich sehr zäh für mich und innerlich habe ich gehofft das es nicht bei Geschichte bleibt, sondern bald spannender wird. Tatsächlich hat Jürgen versucht alles so gut wie möglich in nur wenigen Kapiteln zu erklären, was für mich ein riesiger Pluspunkt war.

Nach der Einordnung in die Geschichte und die kurze Zusammenfassung darüber wie Todenhöfer auf die Idee kam in den IS zu fahren, wurde es persönlicher.  Es gibt zwei Skypegespräche, bei denen sich Jürgen darüber unterhält was die beiden dazu bewegt hat sich dem IS anzuschließen. Das eine Gespräch ist ein bisschen aufwühlender als das andere. Es beschäftigt mich immer noch sehr und ich denke immer noch sehr viel darüber nach. Das zweite Gespräch beinhaltet auch die Planung der Reise.

Zur guter Letzt gibt es 10 Tage Berichterstattung über die Reise. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, aber nicht uninteressant. Es gibt wirklich sehr viele Informationen und oft saß ich mit dem Buch in der Hand und hatte selbst zittrige Hände und mein Herz hat so fest geschlagen vor aufregung.


Ich möchte jedem dieses Buch ans Herz legen, der sich für den IS interessiert. Jeder, der auch ein bisschen was persönliches über zwei IS-Kämpfer erfahren möchten und jeder, der sich fragt wie das Leben im Islamischen Staat wohl verläuft, sollte sich das Buch kaufen und sich auf die Geschichte einlassen.
Es ist eine wirklich schwer verdauliche Reise von Jürgen, seinem Sohn und einem Kumpel von ihm. Ich habe einen unfassbaren Respekt an die drei, das sie sich wirklich getraut haben in den Islamischen Staat zu reisen und gleichzeitig bin ich unfassbar dankbar, das sie uns mit auf diese Reise genommen haben und wir so wirklich viele Dinge zeigen.

Meine persönliche Meinung ist, das dieses Buch endlich erschreckend ist. Gefüllt von "Lügen". 
Das Buch zeigt aber auch die "Wahrheit" über manche anderen Staaten. Ob es immer zu 100 Prozent der Wahrheit entsprach, die manche IS-Kämpfer erzählt haben, das weiß ich natürlich nicht und das habe ich auch immer im Hinterkopf. Es ist schade zu lesen, das scheinbar alle Staaten die Chance hatten die Geiseln zu befreien, wenn sie ein wenig was an Geld bezahlt hätten. Die Staaten reagieren nicht, also werden die Geiseln geköpft... Das ist immer so eine Sache, ob sie lügen oder nicht und ich möchte das auch nicht zehnfach unterstreichen und sagen, das jeder Staat scheiße ist und das jeder sich um seine Bürger kümmern sollte. Im Endeffekt passieren wahrscheinlich hunderte Sachen im Untergrund, welche die IS verschweigt oder unsere Staaten im Westen. Vielleicht wollte der IS sich als gut verkaufen und den Westen als scheiße, was in vielen Fällen der Fall ist, wo man das auch beim lesen merkt.
Ich bin mit einer offenen Meinung an das Buch heran gegangen, weil ich mich nicht beeinflussen lassen wollte von meiner vorherigen Meinung und habe gemerkt, das es von Vorteil ist dies zu tun. 
Viele Dinge haben sich in meiner Meinung nicht geändert, aber es gibt einen großen Bestandteil der sich geändert hat und das ist die Sache, das die Menschen die noch unter dem IS leben und die Menschen die beim IS sind, die mögen das. Die wollen das so. Ich bin schon immer der Meinung gewesen das jeder Mensch leben sollte wie er das möchte und wie er glücklich ist. Diese Menschen wollen das so und darüber möchte ich nicht urteilen. Aber ich urteile darüber was der IS an sich tut. Er tötet Menschen, ist stolz darauf und hat das Versprechen von Jürgen genutzt um ganz viel Propaganda in die Welt zu schießen, auf der sie Perfekt wirken und als würden sie die Menschheit beschützen wollen. Bullshit. Sie haben sich dargestellt als würden sie alles und jeden retten wollen... Vorausgesetzt sie sind Muslime. Christen werden im besten Fall einfach abgeknallt.

Mein Fazit zu dem Buch ist, das es wirklich aufschlussreich ist und das man viel mehr zu verstehen beginnt und seine Meinung überdenkt und vielleicht nochmal ändert.. Es ist wirklich ein gutes Werk und ich habe so viel Respekt vor Jürgen, Frederic und Melcom, das sie diese Reise angetreten sind.
Wie gesagt, jeder der sich für das Thema interessiert sollte das Buch lesen.
Ich bin extra nicht auf die einzelnen Inhalte eingegangen, weil ich glaube das es das Buch und die Atmosphäre etwas zerstören würde. Man muss sich einfach von selbst und ganz persönlich darauf einlassen, ich glaube, sonst wirkte das Buch nicht auf einen.
Ohne Zweifel kriegt das Buch 5/5 Röschen von mir. Alleine für den Mut, für den Inhalt, die Gespräche, den Brief und den Nachtrag. Und dafür das sie lebend wieder zurück gekommen sind.


Rezension: City of Bones, Cassandra Clare

Donnerstag, 23. Februar 2017


Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird. Denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden, sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

Fantasy reißt mich eigentlich nie wirklich vom Hocker. Das möchte ich gleich zu Anfang klarstellen. Ich liebe Harry Potter, ich habe die Biss-Reihe gelesen und in meiner Lieblingsreihe (neben After) geht es um einen Meistervampir und ein kleine naives Ding. Trotzdem konnten mich andere Wesen als Vampire nie irgendwie berühren und Dämonen und Werwölfe waren tatsächlich immer so ein No-Go für mich, total unbedeutend und in der Biss-Reihe habe ich das besonders an der Schmalzlocke Jacob gemerkt (der geht wirklich gar nicht #TeamEdward).
Aber, Leute, dieses Buch hat mich so vom Hocker gerissen. Ich konnte es einfach absolut nicht mehr aus der Hand legen und bedauere es gerade so, das ich den zweiten Teil nicht schon zu Hause habe. Eigentlich war der Plan ja nur "mal reinzuschnuppern" und "sich überraschen zu lassen."
Tja, hätte ich den zweiten Teil direkt mal mitbestellt.
Von der erste Seite an war ich so in der Geschichte drinne, das ich mich teilweise gefühlt habe als wäre ich Clary. Ich mochte es sehr gerne das man am Anfang keine spur von Fantasy gespürt hat. Es war ein ganz normaler Jugendroman für mich, in dem es um Liebe oder Freundschaft geht. Den Übergang zu der eigentlichen Geschichte hat Cassandra so gut geschrieben, das es nicht plötzlich total unrealistisch wurde. Der Übergang war so weich, das es einem einfach total normal erschien und als wäre das die wirkliche Welt.
Die Charaktere, top! Ich bin total vernarrt in Simon und finde ihn unfassbar süß, Clary ist so ein süßes Mäuschen, das man direkt ins Herz schließt und Isabelle hat zwar total einen am Zweig, aber das macht sie irgendwie noch sympathischer.. und dann ist da noch Jace. Jaja, der gute Jace.
Es gibt irgendwie keinen Charakter den man nicht mag. Ich empfinde das mal als angenehm, weil es in den letzten Büchern immer so einen Charakter gab, den man nicht mochte und das wird auf dauer anstrengend. Wie gesagt, umso schöner war es mal ein Buch zu lesen, bei dem man irgendwie jeden Charakter mag.
Der Schreibstil ist unfassbar leicht. Dadurch wird das Buch leicht verständlich und man kann es ohne große Probleme so zu Ende lesen. Einziges Manko das ich habe ist, das die Geschichte auf den letzten 50 Seiten ein bisschen schleppend wird und man die ganze Zeit darauf wartet das noch was spannendes passiert. Jedoch tut das dem Buch und der Geschichte keinerlei Abbruch, deswegen gibt es von mir auch 5/5 Röschen.

Was war das für eine nervenaufreibende und gleichzeitig schöne Geschichte? Springen wir doch direkt mal zum Ende. Ich habe mir die komplette "Auflösung" schon gedacht. Ich habe mir gedacht das Valentin ihr Papa ist und ich habe mir auch schon gedacht das Jace ihr Bruder ist (wobei ich immer noch den Verdacht habe das er das gar nicht ist). Aber, irgendwie ist das gar nicht schlimm. Eigentlich habe ich mir gewünscht das die beiden zusammen kommen und bis ans Ende ihrer Tage glücklich zusammen leben. Trotzdem habe ich mir auch wieder gedacht, das sowas nicht passieren sollte. Die beiden passen zusammen und gleichzeitig wirkt Jace auch immer so schwul, das ich mir doch eher einen attraktiven Mann an seiner Seite wünschen würde (nicht umbedingt Alec).
Gleichzeitig ist Jace aber auch so Charakterstark, gemein und gleichzeitig anmutig und attraktiv, das ich mir doch auch eine heiße Frau neben ihm vorstellen könnte... Wer weiß das schon.
Während der Story habe ich mich immer wieder gefragt wie ich mich fühlen würde, wenn mir all die Sachen passieren würden, die Clary passiert sind. Nicht nur das ich den Glauben in alles und jeden verlieren würde, ich glaube, ich würde nicht einmal nach meiner suchen. Das könnte aber auch an meinem Charakter liegen und daran das ich eher ein bisschen nachtragend bin.. ;-) Trotzdem habe ich mich sehr für sie gefreut, als sie ihre Mama dann halbwegs lebendig gefunden hat.
Ausserdem hat Clary ja einen ganz anderen Charakter und natürlich hat Cassandra eine Grundlage für die Geschichte gebraucht. Das hat sie auch wirklich sehr gut gemacht. Das mit dem Kelch, ihren Erinnerungen etc. war einfach so gut umgesetzt, das mir wirklich immer noch die Worte fehlen. Ich wünschte, viele Autoren würden ihre Ideen genau so gut umsetzen wie sie.
Ich persönlich fand' es ein bisschen schade das Clary nichts von Simons Liebe gemerkt hat. Das habe ich auf den ersten paar Seiten gerochen und ich wünschte er hätte es abgelehnt die Schattenjäger und sie nochmal zu Dorothea zu fahren. Das hätte ihn ein bisschen Charakterstärker gemacht und vielleicht nicht so in die Opferrolle gedrängt. Teilweise denke ich mir dann auch wieder das es klar ist, weil natürlich nicht jeder so einen starken Charakter haben kann wie Alec, Isabelle und Jace.
Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil und bin gespannt wie es mit den Lieben und auch mit Valentin weiter geht. Ich persönlich fand' ihn ja schon irgendwie sympathisch, auch wenn er irgendwie nicht so der typische Sympathieträger war... 

Rezension: Crossfire - Versuchung, Sylvia Day

Der Internationale Bestseller
Die Uniabsolventin Eva Tramell tritt ihren ersten Job in einer New Yorker Werbeagentur an. An ihrem ersten Arbeitstag stößt sie in der Lobby des imposanten Crossfire-Buildings mit Gideon Cross zusammen - dem Inhaber. Er ist mächtig, attraktiv und sehr dominant. Eva fühlt sich wie magisch von ihm angezogen, spürt aber instinktiv, dass sie von Gideon besser die Finger lassen sollte. Aber er will sie - ganz und gar und zu seinen Bedingungen.
Eva kann nicht anders, als ihrem Verlangen nachzugeben. Sie lässt sich auf ein Spiel ein, das immer ernster wird und entdeckt ihre dunkelsten Sehnsüchte und geheimsten Fantasien.
Wenn man Rezensionen über Crossfire liest, tauchen immer wieder die selben drei Worte auf. 
Shades of Grey.
Und verdammt, es nervt mich so. Nicht, weil es nicht stimmt, sondern weil es in fast jeder Rezension zu fast jedem Buch steht, in dem das Thema Sex und Liebe im Vordergrund steht.
Trotzdem kann ich mich leider auch nicht davon frei sprechen, denn auch ich finde das die beiden Bücher eine gewisse Ähnlichkeit miteinander haben. Das ist auch gar nicht schlimm, im Gegenteil. Es ist immer schön zu sehen das jemand ein Vorbild gefunden hat und sich inspirieren lassen hat, auch wenn es sehr ähnlich ist. Trotz dieser Ähnlichkeit gib es nämlich auch unfassbar viele Unterschiede und der Größte ist wohl der Charakter von Eva.
Bei Shades of Grey habe ich mir immer gewünscht das Ana einfach mal den Mund aufmacht und sagt was sie denkt, stattdessen hängt sie durchgehend an den Lippen von Christian, dann haben sie Sex und alles ist wieder gut. Eva ist einfach viel Charakterstärker und hat das Buch für mich um Welten spannender und interessanter gemacht, als Shades of Grey für mich jemals war und aus diesem Grund möchte ich die Bücher auch nicht miteinander vergleichen, weil es ganz andere und gleichzeitig ganz viele gemeinsame Handlungsstränge gibt.
Ich mag Eva und Gideon. Es sind beides Charaktere die man ins Herz schließt und dann auf gar keinen Fall mehr raus lassen will. Auch wenn beide so ihre Tücken haben und man manchmal einfach nur die Stirn runzelt, die Augen verdreht und sich denkt "Was war das?", verzeiht man ihnen irgendwie im selben Moment auch wieder, weil Sylvia Day den beiden eine sehr gute Aura verpasst hat und sie es mit ihrem Schreibstil schafft den Leser so ein bisschen um den Finger zu wickeln und aus ihren Charakteren Sympathieträger zu machen.
Was mich an dem Buch leider ein bisschen gestört hat, was aber irgendwie typisch für das Genre ist, dass man irgendwie von einem Ereignis zum nächsten springt und das alles ein bisschen abgefrühstückt wirkt. Es tut der Geschichte aber keinesfalls einen Abbruch und schadet auch auf keinen Fall.

Meine persönliche Meinung ist, um nochmal zum Schluss auf Shades of Grey zurückzukommen und es soll sich bitte niemand angegriffen fühlen, dass ich Crossfire um Welten spannender fand als Shades of Grey. Mittlerweile habe ich ja schon öfter Erwähnt das ich nur den ersten Teil SoG gelesen  und den zweiten in der Mitte abgebrochen habe. Es ging einfach nicht und das tut mir auch ein wenig für die Autorin leid, weil ich mir sicher bin das sie etwas ganz hervorragendes gezaubert hat (Ich schließe es übrigens nicht aus die Reihe irgendwann zu Ende zu lesen). Jedoch hat mich Crossfire schon im ersten Teil auf eine ganz andere Art berührt als SoG es jemals könnte. Es ging eher ins Herz und es hat mich nicht alles direkt genervt, wie es bei Ana und Christian war.
Wer Fan von SoG ist, für den wird auch Crossfire etwas sein. Jedoch muss es nicht umbedingt genau so sein. Ich sage immer das Crossfire ähnlich wie SoG ist, aber ein bisschen mehr Stil und Charakter hat.
Crossfire bekommt in jedem Fall 4/5 Röschen von mir. Warum erkläre ich euch im Spoiler.

Ich denke mal das viele sich jetzt denken: "warum gibt die nur 4 Röschen, wenn sie doch aus begeistert war?"
Ich möchte auch nicht wirklich viel diesmal sagen, was spoilern könnte, deswegen möchte ich mich in dem Spoiler nur erklären und euch sagen, was so schlimm für mich war, das ich einen ganzen Punkt abziehe. Ihre Vorgeschichte und die ihren besten Freundes. 
Ich fand das einen sehr mutigen Punkt den Sylvia Day mit in die Geschichte hat einfließen lassen und ich finde es auch sehr gut das jemand das Thema Vergewaltigung anspricht und damit auch mal etwas wagt. Ich habe bisher selten Autoren gehabt die dieses Thema in eine komplette Geschichte mit einbringen. Meistens geht es von vornherein direkt um Missbrauch und Vergewaltigung.
Was mir jedoch das Herz gebrochen hat war, das Eva und ihr bester Freund ab und zu darüber reden, rumheulen und genau im selben Moment in die Kiste mit irgendwem springen und das alles vergessen. Mir ist klar das viele Vergewaltigungs - und missbrauchsopfer Sex als Ventil nutzen und den Schmerz damit quasi "aufheben", jedoch wirkte das in dem Buch bloß so, als würde sie irgendetwas mit einbringen wollen und es zwischen den Zeilen vergisst, aber irgendwann ja nochmal aufgreifen muss. Viel, viel schöner wäre es gewesen wenn es dadurch Hemmungen gebe.
Die Szene in der Gideon Nachts seine Kontrolle verliert und sie quasi "vergewaltigt" hätte einiges zwischen den Beiden kaputt machen müssen, sie hätte ausrasten und schlagen müssen. Das war leider auch nichts und das macht den oberen Teil leider wieder total unglaubwürdig.
Das ist der Grund warum ein Punkt abgezogen wurde, jedoch war's das auch. Sonst war das Buch für mich einfach top und ich freue mich auf die nächsten Teile!


Rezension: Calendar Girl - verführt, Audrey Carlan

Mittwoch, 15. Februar 2017

"Ich mache es.", flüsterte ich. "Natürlich machst du es.", Millie lächelte. "Du hast keine andere Wahl."
Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Millionen Dollar. Ihr Vater konnte seine Spielschulden nicht begleichen. Um die Summe aufzutreiben, heuert Mia bei einer Agentur an und lässt sich als Escort-Girl buchen. Für 100.000 Dollar pro Monat - leicht verdientes Geld! Sex ist ausdrücklich nicht Teil des Deals. Doch als sie ihrem ersten Kunden gegenüber steht, ist schnell klar: Zwischen ihr und Wes knistert es gewaltig. Vor den beiden liegt ein Monat voll heißer Leidenschaft. Aber Mia darf sich nicht verlieben. Denn Wes ist nur Mr. Januar...

Ich bin ehrlich. Bei dem Buch habe ich mich von dem Hype tragen lassen und wusste vor dem Kauf weder um was es geht (Klappentext nicht einmal gelesen) und ich habe mir auch keine Rezension zu dem Buch durchgelesen, habe nur zwischendurch mal mitbekommen das viele das Buch und die Geschichte wirklich feiern. 
Als ich das Buch dann in der Hand hatte und die ersten paar Kapitel gelesen habe, habe ich leider eine totale Enttäuschung empfunden. Das hat sich aber tatsächlich nochmal geändert.
Der erste Monat wirkt leider total gepresst teilweise. So, als hätte die Autorin sich beeilen müssen, weil sie sonst ganz viele Dinge vergessen würde und als hätte sie keinen Spaß an der Geschichte hinter dem Monat Januar. Das finde ich ein bisschen schade. Wären die anderen beiden Monate nicht so intensiv ausgefallen, dann wäre das gar nicht so wichtig. Es hat mich sogar kaum gestört, jedoch ist Wes ja so wichtig für die Geschichte, das dort einfach ein bisschen was - für mich - gefehlt hat. Leider fehlten mir generell, in allen drei Monaten, auch ein paar Details. Ich hatte überwiegend das Gefühl, das die Autorin von Ereignis zu Ereignis springt und eigentlich gar nichts passiert. Das hat die Geschichte an sich nicht schlechter gemacht als sie ist. Im Gegenteil. Viele unnötige Dinge und "dummes rumgelaber" bleiben dadurch aus, trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr tiefe in der Geschichte und auch in der Handlung gewünscht. Ich hätte gerne das Gefühl gehabt, das Audrey sich vorher mit ganz vielen Escort-girls ausgetauscht und viel mehr darüber erfahren hätte. So wirkt es wirklich nur, als würde Mia als eine gute Freundin zu fremden Menschen kommen, es läuft alles glatt und dann reist sie wieder ab. Natürlich hat eine Escort-Dame vor allem die Aufgabe die Männer auf Geschäftessen etc. zu begleiten, jedoch hätte man meiner Meinung nach darauß mehr machen können als Sex und ein paar geschäftliche Termine.
Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen. Ich habe es geliebt wie Mia und Gin miteinander reden und umgehen, das war einfach so lustig und hat mich teilweise daran erinnert wie ich mit meinem Freund umgehe. Wir nennen uns vielleicht nicht zwingend gegenseitig ein Miststück, jedoch beleidigen wir uns auch manchmal. 
Ich werde die weiteren Teile auf jeden Fall lesen. Irgendwie macht es ja dann doch schon neugierig, wie es mit Mia und ihren Männern weiter geht. Jedoch wird es bestimmt nicht meine Lieblingsreihe.

Januar:
Holla die Waldfee, Mädels. Wes ist doch wohl ein wunderbarer Mann, oder? Reden wir jetzt mal nicht davon wie er vom aussehen her beschrieben wird, sondern ganz alleine sein Charakter.
Ich finde, man erfährt jetzt nicht ganz so viel über sein Charakter, aber das was man erfährt, ist doch wohl wunderschön, oder? Alleine was er immer zu Mia sagt ist ja wohl der Traum eines jeden Mädchen. 
Ich mag dieses "Regeln" aufstellen total gerne in Büchern und generell mag ich sie dominante Männer. Einfach das er sagt, ok wir haben Sex, aber danach musst du in dein eigenes Bett ist total attraktiv in meinen Augen und das hat Wes auch einfach zu einem total attraktiven Mann in meinen Augen gemacht. Ich konnte ihn mir vom Aussehen nie vorstellen. Wes hat in meinem Kopf kein Bild. Er ist wie ein schwarzer Schatten. Aber ich stelle ihn mir als einen sehr attraktiven und leidenschaftlichen Mann vor, vor allem wie er mit Mia während des Sex' geredet hat, war total anziehend und ich kann ehrlich verstehen, das Mia und Wes sich irgendwie ineinander verliebt haben. Jedoch hat mir leider auch gefehlt zu merken, das die beiden sich ineinander verlieben. Das lag wahrscheinlich daran, das Audrey nie richtig ausgeschrieben hat was Mia fühlt und sie, wie ich schon sagte, auch einfach von Ereignis zu Ereignis gesprungen ist. Eigentlich schade, weil Wes ja scheinbar eine größere Rolle in der Reihe spielt. 

Februar:
Das einzige was ich mir durchgehend über den Mann dachte: Wow, der ist gestört, aber holla hat der eine geniale Kunst.
Ich habe selbst auch eine sehr ausgeprägte künstlerische Ader und fotografiere auch viel und ich muss sagen, ich war sehr enttäuscht darüber das mir so eine tolle Fotoreihe nicht eingefallen ist. Es ist sicherlich nicht die Art von vielen Menschen und viele finden solche Art von Fotos und Bilder wahrscheinlich abstoßend. Zumal nicht viele gerne Sex vor der Kamera hätten oder es sich selbst machen würden, aber Kunst ist nur gute Kunst, wenn sie provoziert.
Ich fand' Alec an sich aber wirklich gewöhnungsbedürftig und habe nicht wirklich verstanden was Mia an ihm attraktiv fand. Er war vollkommen überzogen und er wirkte von Anfang an nicht einmal im Ansatz sympathisch auf mich. Wahrscheinlich wollte Audrey die Herzlichkeit der Franzogen vermitteln, aber ich empfand Alec als total unangenehm. 
Mia hat mich im Februar ehrlich gesagt auch sehr genervt. Ich finde, man kann äußern wenn man etwas nicht möchte, Sie wurde mir im Februar auch einfach zu oft zu zickig. Das war leider etwas unrealistisch, weil man als Escortdame schon wirklich seriös sein und einiges runterschlucken muss.
Trotzdem fand ich die Kunst von Alec wirklich sehr inspirierend. Auch wenn der Monat sich lange gezogen hat, hatte es eine positive Auswirkung auf mich und meine künstlerische Ader.

März:
Der süßeste Monat von allen. Man hat natürlich nicht damit gerechnet das da plötzlich ein schwules Paar auftaucht und das Mia einfach dafür sorgen muss das die Familie davon nichts mitbekommt. Das Kapitel hat mich persönlich sehr berührt, weil ich ein sehr offener Mensch jeder Sexualität und jeder Lebenseinstellung bin. Jeder Mensch sollte leben wie er das möchte. Der März hatte im ersten Moment sowas unrealistisches und vielleicht denkt man nicht das es sowas noch gibt, aber wenn man durch die Welt geht sieht man sehr deutlich, das es immer noch ein Tabuthema ist und ich finde es wirklich ergreifend das Audrey es mit eingebaut hat.
Es gibt viele viele Fußballer die Schwul sind und das wahrscheinlich niemals offen zugeben würden, aus Angst das sie ihren Platz verlieren würden. Natürlich gibt es auch welche die sich bereits geoutet haben, aber ich verstehe diesen Hintergrundgedanke das man das ja nicht sagen darf, weil dann ist man ja unnormal - vor allem in einem Männersport wird man dann einfach unfassbar schnell ausgegrenzt. 
Es war wunderschön wie Tonys Familie am Ende des Buches reagiert hat. Das alle damit klar kamen und das auch seine Mama es akzeptiert hat, jedoch war es für mich mehr eine verherrlichung. Aber ich weiß auch das es eine Geschichte ist und das Audrey wahrscheinlich möchte, das jeder Monat für Mia perfekt endet.
Einer meiner Lieblingsstellen war auch, als Wes plötzlich im Pub stand. Ich habe mir das ja schon gedacht als er geschrieben hat, das grüne Augen immer was im Schilde führen. Und ich dachte mir so "ja! ja ja ja ja ja!" Ich habe mich einfach so unglaublich gefreut. Ich liebe solche Szenen immer, wenn jemand plötzlich und völlig überraschend in der Stadt sind. 


Ich bin im Endeffekt froh das ich mich dazu überwinden konnte nach den ersten paar Kapitel weiter zu lesen. Auch wenn die Reihe jetzt nicht die beste ist, habe ich Mia schon ein wenig ins Herz geschlossen. Ich mag ihre kleinen Abenteuer und bin gespannt wie es mit Wes in den nächsten Teilen weiter geht.
Ich möchte euch aber, trotz meinen kleinen Mängeln, das Buch wirklich ans Herz legen. Es lässt sich schnell lesen und ist eine nette Abendlektüre. Außerdem ist es etwas für euch, wenn ihr auf heiße Erotik steht, bei der es auch gerne mal etwas härter zugehen darf.

Lesemonat: Januar

Montag, 13. Februar 2017



Zugegeben, mein Lesemonat Januar war nicht sehr vorzeigbar und ein eher mauer Start in das neue Lesejahr. Zurückblickend bin ich auch ein bisschen enttäuscht von mir. Leider habe ich die blöde Angewohnheit das ich lieber gar nicht lese, als in einem Buch weiter zu lesen, welches mich nicht wirklich umbedingt interessiert. 
Leider war es nicht nur von meiner Seite aus enttäuschend. Effortless war nach dem ersten Teil, der mich unfassbar mitgerissen hat, einfach nur pure enttäuschung für mich..

Ich habe Thoughtless verschlungen und richtig geliebt. Das Buch hatte so eine Magie und war wirklich unbeschreiblich für mich. Ich finde gerade kaum Worte um zu Beschreiben was für ein postivies Gefühl das Buch damals in mich ausgelöst hat. Dementsprechend bin ich natürlich mit sehr viel Erwartung an Effortless ran gegangen und ich glaube, das war ein SEHR GROßER FEHLER. Auch wenn die liebe Kat mich schon davor gewarnt hat und mir gesagt hat, das es sich sehr zieht, war ich enttäuscht. Es hat sich gezogen - ja. Aber auch die Story war total unverständlich und teilweise habe ich weder Kellan noch Kiera verstanden. Die Beiden haben tatsächlich fast durchgehend aneinander vobei geredet und viele Konflikte hätte man lösen können, in dem man einfach ganz ehrlich darüber redet..
Die Story war einfach komplett aneinander vorbei geredet und S.C Stephans hätte aus der Grundidee viel mehr machen können. Anfang und Ende (quasi die "Auflösung") hätte man um einiges abrunden können, denn die Idee an sich ist total nach meinem Geschmack.
Ich freue mich trotzdem darauf, das ich die nächsten beiden Teile in meinem Schrank stehen habe und ich werde die Reihe auch mit sehr viel Freude beenden, weil man Kiera und Kellan schon sehr in sein Herz schließt.
Das Buch hat von mir schwerenherzens nur 3 Sterne bekommen. Es hat eigentlich alles gepasst, aber die Story hat für mich mehr seufzen als wirkliche Freude entlockt.
Wie man unschwer auf meinem Blog erkennen kann, da sich ja alle Rezensionen nur um diese Reihe handeln, liebe ich die After-Reihe. Umso schöner hat der Januar für mich mit Nothing more geendet. Nach der Pleite von Effortless habe ich mich an Nothing more gesetzt und es war einfach innerhalb von ein paar Tagen verschlungen. Ich konnte es nicht weglegen und ich war kein bisschen enttäuscht. Es hat mein Herz wieder zum leben erweckt.
Ich musste so oft wirklich herzlich lachen, ich habe mitgefühlt und Landon einfach noch mehr in mein Herz geschlossen, als ich es eh schon hatte. Landon war immer so ein Bübchen für mich, fast schon ein kleiner Junge. Eigentlich hat sich daran auch bei Nothing more nicht geändert, aber er ist in meiner Vorstellung jetzt wenigstens ein Mann, der trotzdem immer noch wie ein kleines Kind ist. Man muss ihn lieben.
Zu Nothing more habe ich bereits eine ausführliche Rezension geschrieben, die du dir hier durchgelesen kannst.
Ich möchte dazu auch eigentlich nicht mehr sagen.
Landon hat es verdient seine eigenen Geschichte zu bekommen und ich bin froh, das Tessa einen so tollen Menschen an ihrer Seite hatte.
Ohne Frage hat das Buch natürlich 5/5 Sternchen von mir bekommen.

Rezension: Nothing more, Anna Todd

Montag, 23. Januar 2017


When he falls in love, he loves too hard
New York ist anders als alles, was Landon bisher kannte. Aber er hat einen netten Job, liebt die Uni und kann seine Exfreundin Dakota zum Glück aus dem Weg gehen. Sein winziges Apartment in Brooklyn teilt er sich mit seiner besten Freundin Tessa. Sie kennt sich mit Liebekummer aus.

Als Landon sich plötzlich zwischen zwei schönen Frauen wiederfindet, ist es das totale Chaos. Extrem aufregend. Fast wie eine Sucht. Es wird sich schon irgendwie regeln, aber der Weg dahin ist vermutlich ... ziemlich crazy.
Ich war anfangs, zugegeben, sehr skeptisch aufgrund der ganzen Rezensionen die bis dahin schon online waren. Als "Nachzügler" (Ich habe die beiden Teile zu Weihnachten geschenkt bekommen) hat man es immer sehr schwer ohne vorurteile an ein Buch ran zu gehen. 
In den meisten Rezensionen die ich gelesen habe, stand, das der Teil sehr enttäuschend für die meisten war, weil nichts wirklich großartiges passiert. 
Ich persönlich habe da eine ganz andere Meinung. Ich habe Landon schon in den After-Teilen unglaublich lieb gewonnen und fand ihn immer so interessant, das ich unbedingt mehr über ihn erfahren wollte. Als Anna Todd dann ankündigte das es zwei Bücher über Landon geben wird, habe ich mich so erfüllt gefühlt, wie wahrscheinlich schon lange bei keinem Buch mehr.

Ich habe das Buch heute morgen beendet und habe nicht ein bisschen Enttäuschung gespürt. Im Gegenteil. Landon ist mir durch das Buch wieder total ans Herz gewachsen und ich habe es einfach so gern, wie schüchtern er immer gewirkt hat und dabei steckt so ein kleine Sau in ihm und teilweise musste ich einfach nur schmunzeln, weil irgendwie auch immer ein wenig Fremdscham mit imm spiel war.
Das Buch hat sich sehr gut lesen lassen. 
Anna Todd hat einen einfachen Schreibstil, der sich flüssig runter lesen lässt und bei dem die Seiten nur so davon fliegen.
Außerdem haben die Kapitel eine angenehme länge. Sie sind gerade so lang, das man das Interesse während des lesens nicht verliert und gleichzeitig nicht so kurz sind, das man das Gefühl hat, das nichts passiert ist. 
Und das wichtigste für mich war, das es sich wirklich nur um Landon dreht. Ich hatte am Anfang angst davor das es Anna nicht gelingt Tessa und Hardin aus dem Spiel zu lassen, aber bis auf die paar Andeutungen die nur einmal zu Landons Leben gehören, war Hessa einmal nicht das Thema. Das war wirklich eine willkommene Abwechslung und ich habe da wirklich so viel Respekt vor Anna, schließlich hat sie die meiste Zeit wirklich nur über Hessa geschrieben. (Und wie sie in der Danksagung geschrieben hat, fiel es ihr am Anfang wirklich schwer).

Dem Buch und der Geschichte gebe ich mit sehr viel Liebe und sehr großer überzeugung
5/5 Punkte.

Ich glaube, ich kann für so ziemlich jeden After-leser sagen, das man niemals damit gerechnet hat, das Landon ein so begehrter Mann ist und das sich gleich zwei Frauen um ihn reißen würden. Anna Todd hat Landon immer so wirken lassen, das er der schüchterne Junge von nebenan ist, der immer gefriendzoned und nie wirklich richtig geliebt wird. Es hat mir in der Hauptreihe schon immer das Herz gebrochen und ich war innerlich immer so hin und her gerissen, weil ich sein Leben wirklich immer mitgelebt habe und den Mädels die Augen öffnen wollte.
Ich liebe es, wie Anna Todd Landon seine eigene Geschichte widmet und wie sie Landon als Mensch beschreibt. Er ist einfach so ein gutherziger Mensch, wo ich Nora in jeden Fall recht geben muss, das er sich ins Herz schleicht und da auch gar nicht mehr raus will.

Mich hat die Geschichte im Dakota trotzdem irgendwie angestrengt. Gerade weil man Landon so ins Herz schließt und man das Gefühl hat mit ihm verbunden zu sein, tut es einem um so mehr weh, das Dakota es einfach immer wieder schafft ihm einen Stich zu versetzen. Dabei stehe ich sogar mehr auf der Seite von Landon, obwohl er ihr ja gegen Ende selbst auch zeigt, das da vielleicht nicht mehr ganz so viel zwischen den Beiden ist.
Umso lieber mag ich Nora. Sie ist mal ein Charakter, der nicht irgendwie abgegriffen ist. Je mehr Bücher man liest, desto öfter fallen einem Parallelen zu anderen Charaktären auf und man hat immer öfter das Gefühl, das man jemanden schon kennt, obwohl man das Buch gerade wirklich das erste Mal liest. Ich finde Nora so geheimnisvoll und gleichzeitig wirkt sie beim lesen schon so attraktiv, das man unbedingt will, das Landon was mit ihr anfängt, statt wieder zurück zu Dakota zu gehen.

Ich bin wirklich gespannt wie es in nothing less weiter geht und gleichzeitig möchte ich auch nicht, das die After-Reihe damit wirklich komplett Endet. Es ist sehr schwer, wenn die Lieblingsbuchreihe dann wirklich ein Ende findet, aber ich vertraue Anna da und hoffe sehr, das sie ein wunderschönes Ende für diese wunderbare Reihe gefunden hat.

Rezension: After forever, Anna Todd

Dienstag, 19. April 2016



Die Verbindung zwischen Tessa und Hardin ist so stark wie nie zuvor. Tessa ist längst nicht mehr das süße Good Girl, das sie einmal war. Und Hardin nicht mehr der unberechenbare Bad Guy, in den sie sich leidenschaftlich verliebt hat. Tessa versteht seine gequälte Seele und weiß, dass nur sie ihn beruhigen kann, wenn er ausrastet. Er braucht sie. Doch als die Vergangenheit sie wieder einholt, wird Tessa klar, dass sie ihn nicht retten kann. Zumindest nicht, ohne sich selbst zu opfern...


Ich wollte nicht das dieses Buch endet. Es zieht einen nochmal richtig in seinen Bann und gibt einem über die ganze Geschichte verteilt das Gefühl, das es noch nicht zu Ende gehen darf und kann. Mir hat die Geschichte bis zum Schluss immer noch richtig richtig gut gefallen, jedoch fand ich das Ende blöd gelöst, von Anna Todd. Sie hätte aus dem letzten Teil der Geschichte locker noch ein Buch machen können. Es gab mir ein bisschen das Gefühl, das sie unbedingt fertig werden wollte und etwas Neues beginnen wollte. Ein Buch im 2-Jahr-Tackt zu beenden finde ich immer etwas ungewöhnlich und schade und hat mir persönlich nicht das Gefühl des Endes gegeben. Also, ich warte innerlich quasi auf einen echten 5. Teil, in dem es weiterhin um Tessa und Hardin geht. Leider werde ich darauf noch sehr lange warten können, weil es nicht geplant ist und wahrscheinlich dann auch nicht kommen wird. Vielleicht liegt es auch an mir, das ich es als unvollständig betrachte, jedoch war das ein wirklich großer Minuspunkt an Anna und die Geschichte.


Während der Geschichte habe ich mich immer wieder gefragt, ob Tessa und Hardin es überhaupt noch bis zum Ende des Buches hinkriegen. Anfangs, bei dem Brand und bis er verkündet hat, das er in London bleibt, war ich davon überzeugt das es wieder so ein total typisches Hardin-Tessa-Geblubber ist, jedoch muss ich sagen, das ich von dem Verlauf des 4. Teils wirklich überrascht war. Anna Todd hat sich wirklich viel Mühe gegeben, die Leser beim letzten Teil nochmal richtig zu überraschen. Wobei ich sagen muss, das ich Hardin das alles mal wieder nicht verziehen hätte und ich hätte auch kein Wort mehr mit ihm geredet, wenn er mich so abserviert hätte. Tessa knickt zwar ein, jedoch zeigt sie auch eine solche Stärke, die mich echt überrascht hat.
Ich finde es so Stark von ihr, das sie sich wirklich traut nach New York zu gehen und dort ihr Ding durchzuziehen, auch wenn klar war das sie am Ende eh wieder bei Hardin landet. Eine Reaktion, über die ich ab und an wirklich noch nachdenke und bis Heute nicht verstehe - Warum zur Hölle rastet sie so aus, als sie seine Manuskripte findet und liest? Ich finde die Extreme dahinter nicht und warum es für sie so schlimm ist..
Und dann ist da noch die Sache mit Landon die mir wirklich das Herz gebrochen hat. Ich habe ihm nicht zugetraut das er so schlecht über Tessa denkt und ihr das dann auch noch so ehrlich ins Gesicht sagt. Ich habe bei den Büchern keine einzige Träne vergossen. Jeder Streit von Hardin und Tessa ist mehr oder weniger so an mir vorbei gezogen, jedoch war ich da wirklich so enttäuscht, das ich hinterher bei dem Abschied von Hardin und Tessa angefangen habe zu heulen, wie ein kleines Kind dessen Eiskugel auf den Boden gefallen ist.
Und wie ich schon erwähnt hatte, war ich von dem Ende wirklich sehr enttäuscht. Ich kann nicht verstehen wie Anna Todd das Buch so einfach beenden konnte. Das sie nicht heiraten, das ist okay, aber was ist mit den Sachen danach? Diese 2-Jahresschritte haben mich so genervt, das ich immer noch irgendwie sauer auf Anna bin. Sie hat die vorherigen Bücher so Detailreich geschrieben, das ich mit diesem Ende gar nicht klar komme. Ich werde es wahrscheinlich nie verstehen. Dann hätte sie lieber daraus noch einen 5. echten Teil machen können. Schade eigentlich.

Grundsätzlich kann ich aber sagen, das die After-Reihe zu meinen liebsten Reihen gehört. Hardin und Tessa sind mir sehr ans Herz gewachsen und auch Anna als Autorin hat meinen höchsten Respekt verdient. Es passiert nicht oft das aus einer Fanfiction eine so schöne Reihe entsteht. Ich bin ein sehr kritischer Leser und habe immer sehr große Anforderungen an ein Buch und dessen Geschichte. Ich bin sehr schnell gelangweilt und habe immer was zu meckern, wie bei der Reihe jetzt auch. Jedoch muss es was heißen, wenn ich trotz dem Gemecker sage, das ich die Reihe wirklich liebe und sie zu meinen Liebsten gehört.
Ich hoffe sehr, das Anna nach der Geschichte von Hardin und Tessa noch weitere Geschichten schreibt und diese genau so toll werden wie diese Reihe.